Jahresbericht 2019

Umsetzung neues Konzept

Infrastruktur

Nachdem die Trägerschaft das neue Konzept, und die damit zusammenhängenden Budget-Erweiterungen bewilligte, konnte dies in der Offenen Jugendarbeit umgesetzt werden. So wurde es möglich die technische Anlage und die Einrichtung auf einen zeitgemässen und funktionierenden Stand zu bringen. Dadurch wurde z.B. Karaoke auch fester Bestandteil des täglichen Treffbetriebs.

Personelles

Ab Juli standen der OJA 120 Stellenprozente zur Verfügung. 100% wurden vom Stellenleiter Stephan Mayenknecht abgedeckt und je 10% von Tina Lier und Kathrin Greuter. Kathrin verliess allerdings die Jugendarbeit per Ende September, da sie in ihrem Haupterwerb bei der Migros ein grösseres Pensum übernehmen konnte. Ihre 10% wurden von Tina Lier übernommen. Ab Oktober arbeitete sie so samstags 8 Stunden.

Struktur

Wie jedes Jahr fand in der ersten Woche des Schuljahres ein Info-Anlass für die Schüler der 1. Sekundarstufe statt. Für diese Altersgruppe war damit auch der Zutritt zum Jugendtreff möglich. In diesem Jahr war das Echo besonders gross. Seit diesem Anlass besuchten rund 40 SchülerInnen den Treff zusätzlich. Das hat auch zu einer neuen Zusammensetzung der GesamtbesucherInnen geführt. War bisher die Altersklasse der 12 – 14-Jährigen eher schwach besetzt, war sie nun die stärkste Gruppe. Auch die Gruppe der 15 – 16-Jährigen war weiterhin sehr gross. Deutlich abgenommen hat die Besucherzahl der über 18-Jährigen. So war das Durchschnittsalter des Publikums in wenigen Monaten deutlich gesunken. Die Gesamtbesucherzahlen bewegten sich bei ca. 100 regelmässigen Gästen und täglichen Besucherzahlen von bis zu 60 Personen. Ausser samstags wurde der Treff von Stephan Mayenknecht alleine betreut. Dies war nur deshalb möglich, weil die Stimmung im Treff sehr friedlich verlief und keine grösseren Probleme zu erkennen waren.

Zusammensetzung der BesucherInnen

Ende 2019 wurde eine Member-Karte eingeführt. Einerseits war dadurch auch eine präzise Statistik möglich, da gleichzeitig auch Wohnort und Jahrgang erfasst wurden. Andererseits wurden zwei Gruppen geführt: Jugendliche, welche eher «User» sind (Bronze-Karte), die Infrastruktur gerne benutzen und sich mit Freunden treffen und eine zweite Gruppe (Silber-Karte), welche auch Verantwortung für die Strukturen, Sauberkeit und das Programm übernehmen. Diese Gruppe ist erfreulich auf 18 Jugendliche angestiegen. Sie haben auch vermehrt Stimmrecht bei Entscheidungen den Treffbetrieb betreffend.

 

Insgesamt wurden 71 Ausweise ausgestellt. Es wurden aber noch nicht alle Jugendlichen erfasst. Ca. 15 Karten werden in den nächsten Wochen noch ausgehändigt. Erfasst wurden nur Jugendliche von 12 – 18 Jahren. Die Älteren sind nicht erhoben worden. Diese Gruppe von etwa 40 Jugendlichen erscheint nur noch sporadisch, haben aber nach wie vor einen stabilisierenden Effekt für das Gesamtgefüge. Insgesamt ist die Gruppe der Jugendlichen, die den Treff und das Areal nutzen auf 125 angestiegen. Die erfassten Jugendlichen setzen sich wie folgt zusammen:

 

Raum-Patenschaft

Aus der «Silber-Gruppe» haben sich einige Jugendliche bereit erklärt auch für die Sauberkeit des Areals Sorge zu tragen. Gemeinsam wurde eine «Raum-Patenschaft» für das Gebiet des Güterschuppens errichtet. Dreimal wöchentlich wurde das Areal gemeinsam vom Jugendarbeiter und Jugendlichen gereinigt. Die Beteiligung war sehr gross und die Abläufe funktionierten erfreulich.

Ferien-Programm

Während der Herbstferien war der Treff jeweils von Montag bis Samstag geöffnet und ein spezielles Ferien-Programm konnte umgesetzt werden. Nebst den erweiterten Öffnungs-zeiten war es möglich ein spannendes Angebot mit täglichen Herausforderungen anzu-bieten. Dies wurde sehr gut angenommen und die Besucherzahlen waren erfreulich. 

Befragung Schüler Schlatt

Für die Befragung der Schüler von Schlatt wurde ein Fragebogen erstellt. Dieser sollte nebst dem Freizeitverhalten auch festhalten welche Gründe für oder gegen einen Besuch des Jugendtreffs sprechen. Am 29. November fand ein Anlass in der Sekundarschule statt, an dem alle SchülerInnen der Oberstufe aus Schlatt teilnahmen. Nebst der Erhebung konnte der Anlass auch zum Vorstellen der Jugendarbeit genutzt werden.

Die Befragung hat bestätigt, dass relativ wenige (9) Jugendliche interessiert sind den Treff zu besuchen. Als Gründe werden die hohe Zufriedenheit mit dem Angebot und der Situation in der Wohngemeinde angegeben und die relativ grosse Distanz zum Jugendtreff. Die Jugendlichen scheinen sehr gut in die Familien- und Vereins-Strukturen eingebunden und mit ihrer Gesamtsituation zufrieden.

Einige Jugendlichen möchten sich aber trotzdem für einen Treffpunkt in Schlatt stark machen. Sie bildeten eine Gruppe von ca. 15 Personen. Es gab Gespräche über eine Nutzung des Jugendtreff-Busses. Dafür werden noch intensive Gespräche mit der Jugendkommission, Behörden, Grundstückbesitzern und den betr. Jugendlichen geführt werden.

Programm

2019 hielten wir das Angebot spannend und stellten verschiedene Angebote bereit. Regelmässig wurden Turniere veranstaltet im Bereich Tischfussball, Billard, Fifa usw. Dabei zeigten die Jugendlichen viel Engagement und organisierten den Ablauf zu grossen Teilen selbständig. Täglich gab es «Challenges» an der Theke wobei Allgemeinwissen abgefragt wurde und die Jugendlichen dabei gegeneinander antraten. Die GewinnerInnen erhielten ein Getränk. Das Angebot erfreute sich grosser Beliebtheit. Zudem fanden verschiedene spezielle Anlässe statt. Dazu gehörten:

Projektwoche Lounge

Eröffnungsparty Aussengelände

Übernachtungsparty mit Film

Abschiedsparty Kathrin

Grusel-Party «Strange»

Weihnachtsessen

Ausblick 2020

Für die folgenden Jahre möchten wir jeweils ein Jahresmotto festlegen und die Anlässe diesem unterordnen. Für 2020 ist dieses Motto «Ausgleich/Balance». Bearbeitet werden so Themen, die das Nehmen und Geben, persönliche Energie-Balance, soziales Engagement, Umwelt und Gesundheit beinhalten. Geplant sind verschiedene Anlässe für die Silber-Gruppe wie Ausflüge, Lager und Events. Dies soll auch ein Ausgleich für das Engagement darstellen.

Im baulichen Bereich werden wir die Stromanschlüsse verbessern und den Keller neu einrichten und im Frühling die Lounge neu mit Beton überziehen.

Im Blick werden wir die wachsenden BesucherInnen-Zahlen haben. Es ist zu erwarten, dass im Sommer wiederum neue SekundarschülerInnen dazu stossen werden, wodurch wir dann eine kritische Grösse erreichen dürften, welche dann wieder neue Massnahmen zur Betreuung (SpringerInnen, Freiwilligenarbeit, Zivilschutz-Mitarbeiter usw.) erfordern könnten. 

Der Bedarf nach einem Gruppenraum ist relativ hoch. Auch das werden wir im laufenden Jahr thematisieren und Lösungen erarbeiten.

 

Stephan Mayenknecht

16. Januar 2020